Imbekstieg


Informationsveranstaltung

A7-Brücke Wördemanns Weg

 

Wie bei der Infoveranstaltung Anfang Februar 2016 angekündigt, wurden die Anwohner von den Behörden am 11. Juli zu einer weiteren Infoveranstaltung eingeladen. Obwohl die Anwohner neben dem zukünftigen Stellinger Deckel mit einem Flugblatt in ihren Briefkästen und der Ankündigung auf verschiedenen Internetseiten eingeladen wurden, sind weniger als im Februar zur Veranstaltung gekommen. Das letzte Mal wurde über den A7-Ausbau allgemein informiert, jetzt ging es um die A7-Brücke des Wördemanns Wegs.

 

Verkehrskoordinator Fuchs begrüßt die AnwohnerVerkehrskoordinator Gerhard Fuchs begrüßt die Anwohner in der Aula der Schule Wegenkamp.

 

Die Brücke muss für den A7-Ausbau abgerissen werden und für die Zeit des Ausbaus durch eine Behelfsbrücke ersetzt werden. Wenn der Stellinger Deckel in 4 Jahren fertig ist, wird der Wördemanns Weg ohne extra Brücke über den Deckel führen. Gleichzeitig wird auch die alte A7-Brücke der Straße Niendorfer Gehege abgerissen, um eine weitere A7-Vollsperrung unnötig zu machen. Die Teile der neuen Niendorfer Gehege Brücke wurden schon Ende Mai / Anfang Juni mit 2 nächtlichen A7-Vollsperrungen eingebaut. Jetzt wurden die Anwohner über den Abriss der Brücke Wördemanns Weg, den Bau der Behelfsbrücke, die damit verbundenen Straßensperrungen, Umleitungen und Verkehrsbehinderung informiert.

 

Sperrungen am Wördemanns WegDie Sperrungen am Wördemanns Weg und den Nebenstraßen. Mehrere Verbotsschilder, Sackgassenschilder und Hinweise werden aufgestellt. Am Wegenkamp die Parkplätze der Schule, die den Anwohnern vom Imbekstieg offen stehen.

 

Die Autobahn A7 wird dafür am Wochenende vom

9. September 22:00 Uhr bis zum 12. September 6:00 Uhr

zwischen dem

Dreieck Nordwest und der Anschlussstelle Stellingen

voll gesperrt.

Die Umleitung für die A7 erfolgt wie die Male vorher über die Holsteiner Chaussee und die Kieler Straße von Eidelstedt bis Stellingen (Die Umleitungen U44 und U35). Mit Verkehrsstaus ist zu rechnen. Für die Anwohner sind die Behinderungen gravierender und sie dauern länger. Der Autoverkehr des Wördemanns Wegs muss über die Kieler Straße ausweichen, wo er zusätzlich vom Umleitungsverkehr der Autobahn beeinträchtigt wird. Eine andere Möglichkeit wäre der noch längere Umweg über die Vogt Kölln Str. und Niendorf.

 

Umleitung für die A7Umleitungsstrecke für die gesperrte Autobahn A7 vom Dreieck Nordwest zur Anschlussstelle Stellingen über Holsteiner Chaussee und Kieler Straße.

 

Schon ab 13:00 Uhr am 9. September geht über die Brücke des Wördemanns Wegs nichts mehr. Diese Sperrung der Brücke dauert bis zur Fertigstellung der Behelfsbrücke am 13. September 5:00 Uhr. Diese längere Zeit wird nicht nur für den Abriss der alten Brücke und dem Einsetzen der Behelfsbrücke gebraucht. Da sich die Behelfsbrücke 1 bis 2 Meter oberhalb und südlich neben der alten Brücke befindet, müssen zusätzlich noch die Rampen für den Wördemanns Weg und den Straßen neben der Autobahn gebaut werden. Deshalb muss nicht nur der Wördemanns Weg gesperrt werden, sondern auch die Zufahrten vom Olloweg, Nienredder, Theodor Schäfer Dam und Imbekstieg auf den Wördemanns Weg. Die Zufahrt zum Olloweg erfolgt in dieser Zeit, wie schon fast das ganze Jahr 2015 hindurch, über den Düngelskamp. Zum Nienredder gelangt man von der Kieler Straße aus über den Rahlskamp, der für diese Zeit keine Einbahnstraße ist, damit man auch wieder herausfahren kann. Für den Theodor Schäfer Damm wurde schon eine Stichstraße vom Flamingoweg aus gebaut. Diese Umleitung bleibt bis zum Ende der Bauzeit in 4 Jahren bestehen, da der Theodor Schäfer Damm zum Wördemanns Weg durch den Höhenunterschied zur Behelfsbrücke gesperrt bleibt.

 

Einfahren der BehelfsbrückeBehelfsbrücke mit Rampenanschluss

Anhand von Schautafeln wird die Montage der Behelfsbrücke erläutert und der Weg auf die vorbereiteten Widerlager und der Anschluss der Straßen mit Rampen beschrieben.

 

Die Bewohner des Imbekstiegs trifft diese Sperrung besonders, da die Straße eine Sackgasse ist und keine Möglichkeit für eine Umleitung besteht. Für Fahrzeuge aller Art ist der Imbekstieg damit die gesamte Zeit von 5 Tagen nicht erreichbar. Alle Anwohner im Imbekstieg, die auf das Auto auch in dieser Zeit nicht verzichten können und fahren müssen, bleibt nur die Möglichkeit, außerhalb des Baustellenbereichs zu parken. Die Schule Wegenkamp hat angeboten, dass die Fahrzeuge für das Wochenende auf den Schulparkplätzen abgestellt werden können.

 

Anwohner vor Schaubildern.Bürgernaher Beamter für Stellingen Nord

Interessierte Anwohner vor den Schaubildern. Auch der Bürgernahe Beamte für Stellingen Nord informierte die Anwohner.

 

Auf der Veranstaltung wurde über den Verlauf der einzelnen Arbeitsschritte für die Behelfsbrücke ausführlich informiert. Schautafeln illustrierten die Bauphasen zusätzlich und Fragen von Anwohnern wurden beantwortet. Neben Verkehrskoordinator Gerhard Fuchs, der die Anwohner begrüßte, erläuterten Dipl. Ing. Christian Rohde, Baubevollmächtigter der DEGES, Projektleiter Reinhold Hanne-Ebell der HOCHTIEF Infrastructure GmbH und andere den Bauablauf. Trotz der Straßensperrungen soll aber in Notfällen zu jeder Zeit der Einsatz von Feuerwehr, Polizei und Rettungsfahrzeugen möglich sein. Wenn nicht anders möglich, werden die Baumaschinen beiseite gefahren. Fußgänger und Radfahrer müssen wie Autofahrer einen Umweg über die Kieler Straße machen, sie könnten aber auch über den Wegenkamp und Kollau Wanderweg neben der Güterumgehungsbahn über die A7 zum Olloweg gelangen. Mehr Zeit, Mühe und Aufwand sollten alle einplanen oder möglichst ihre Wege und Besorgungen auf vorher oder nachher verschieben.

 

Umleitung für Fußgänger und RadfahrerUmleitungsstrecke für Anwohner zu Fuß oder mit dem Fahrrad über Anwohnerstraßen und die A7-Brücke der Kieler Straße.

Advertisements

Verkehrsbehinderungen

auf dem Wördemanns Weg in Stellingen

Bauarbeiten von Januar 2015 bis April 2015

Die Brücke über die A7 ist ab Januar 2015 für mehrere Monate nur noch einspurig zu befahren. Der Verkehr wird mit einer Ampelschaltung abwechselnd für beide Richtungen einspurig über die A7-Brücke geführt. Fast ganztägige Staus auf dem Wördemanns Weg sind die Folge. Schon am 1. Tag mittags in der verkehrsarmen Zeit standen die Fahrzeuge auf halber Länge des Wördemanns Wegs im Stau. Für das kommende Jahr ist mit erheblichen Staus und langen Wartezeiten zu rechnen. Der HVV hat vorsorglich mitgeteilt, dass es bei der Buslinie 281, die auf dem Wördemanns Weg fährt (insbesondere zur Hauptverkehrszeit) zu Verspätungen in beiden Richtungen kommt.

Stau auf dem Wördemanns Weg vor der Ampel
Vor der Ampel staut es sich schon am 1. Tag mittags in der verkehrsarmen Zeit auf der halben Länge des Wördemanns Weges zurück.

Einspurig auf der Brücke über die A7
Abwechselnd in jeder Fahrtrichtung geht es einspurig mit einer Ampelschaltung über die Autobahnbrücke.

Die kleinen Nebenstraßen neben der Autobahn sind ebenfalls von Behinderungen betroffen. Die Einfahrt in den Olloweg wurde ganz gesperrt. Aus den Straßen Nienredder, Imbekstieg, Theodor-Schäfer-Damm darf man nur noch in die Richtung weg von der Brücke auf den Wördemanns Weg einbiegen. Vom Wördemanns Weg aus ist nur noch das Rechtsabbiegen in die Seitenstraßen erlaubt.

Ebenso wie auf dem Wördemanns Weg haben im Januar Bauarbeiten auf dem Rohlfsweg unter der Langenfelder Brücke begonnen. Er wurde komplett für den Verkehr gesperrt, nur Fußgänger kommen auf dem Fußweg noch von dem Wohngebiet Flaßheide zum Stellinger S-Bahnhof – noch! Hier haben die Anwohner im Gegensatz zur Behinderung auf dem Wördemanns Weg vorher keine Anwohnermitteilung erhalten. Ähnlich wie im Olloweg stehen die Autofahrer im Rohlfsweg vor der Absperrung, siehe Bild unten.

Der Olloweg ist jetzt Sackgasse
Der Olloweg ist jetzt eine Sackgasse. Der Olloweg und der Schopbachweg sind nur noch mit Umweg über den Düngelskamp zu erreichen.

.

Der Grund für die jetzigen Bauarbeiten?

Vorarbeiten für den geplanten A7-Ausbau!

.

Natürlich der geplante A7-Ausbau! Die Autobahnbrücke des Wördemanns Wegs ist baufällig und müsste dringend durch einen Neubau ersetzt werden. Wegen des seit 10 Jahren geplanten A7-Ausbaus wurde der Brückenneubau aber ausgesetzt. Für den A7-Ausbau wird die Brücke erst abgerissen, dann wird der Stellinger Autobahndeckel gebaut und danach der Wördemanns Weg auf dem Deckel neu gebaut.

Die ersten großen Bäume werden wegen dem A7-Ausbau gefällt
Auf der Baustelle werden neben der Autobahnbrücke die ersten großen Bäume gefällt.

Im Bereich der Brücke befinden sich etliche Ver- und Entsorgungsleitungen, deren Betrieb während der jahrelangen Bauzeit sichergestellt werden muss. Als Erstes wird jetzt die Schmutzwasserleitung im Bereich der Brückenfundamente erneuert und so gebaut, dass sie von den Bauarbeiten der Autobahn und des Stellinger Deckels nicht beeinflusst wird. Dazu müssen auf beiden Seiten der A7-Brücke 11 Meter tiefe Schächte ausgehoben werden. Dazwischen wird ein Loch unter der Autobahn für die neue Abwasserleitung gebohrt.

Imbekstieg Ausfahrt zum Wördemanns Weg
Aus den kleinen Nebenstraßen darf man nur noch in eine Richtung herausfahren, weg von der A7-Brücke und der Baustelle. Hier aus dem Imbekstieg geht es nur nach links.

Diese Brückenbauarbeiten am Wördemanns Weg sollen bis Ende April 2015 abgeschlossen sein. Ab Mai 2015 werden die anderen Leitungen, die heute in der Brücke unter der Fahrbahn verlaufen mithilfe einer provisorischen Leitungsbrücke neben dem Wördemanns Weg über die A7 verlegt. Das muss genau wie im Bauabschnitt Schnelsen vor Beginn des eigentlichen Stellinger Deckelbau abgeschlossen sein. Dazu gehört auch der Bau einer Behelfsbrücke über die A7 für den Wördemanns Weg. Das Bedeutet weitere Behinderungen in diesem Jahr vor den geplanten 4 Jahren Bauzeit des A7-Ausbaus.

Am Rohlfsweg wird die Sperrung für den Fahrzeugverkehr wahrscheinlich von jetzt an über die gesamte Bauzeit der Langenfelder Brücke andauern. Wie und wo die Fußgänger weiter den Weg zu Stellinger S-Bahnhof finden sollen ist noch unklar.

Telefonkabel beschädigt
Schon am ersten Tag kam es fast zum Ausfall der Telefone. Mit dem Bagger wurde das Schutzrohr des Telefonkabels der Telekom beschädigt. Was wohl sonst noch bei den Bauarbeiten nebenbei kaputt geht?

Die Anliegerinformation von Hamburg Wasser als PDF (234,4 kB):
www.hamburgwasser.de/baustellen.591.html

Frohe Weihnachten und ein gutes 2014

Informationen zum Imbekstieg

während des A7 – Ausbaus in Stellingen

 .

Aufgrund einiger Veranstaltungen im letzten Monat stellte sich heraus, dass nicht alle Fakten über den Imbekstieg im Zusammenhang mit dem A7-Ausbau allgemein bekannt sind. Deshalb wird an dieser Stelle über bisher möglicherweise unbekannte Sachverhalte informiert.

 .

2003 wurde mit dem Bundesverkehrswegeplan der geplante A7-Ausbau beschlossen.

Im Mai 2005 wurden erste Vermessungsarbeiten auf den der A7 angrenzenden Grundstücken zwischen dem Autobahndreieck Hamburg Nordwest und der Kieler Straße bekannt gegeben. In der Folge gründete sich die Interessengemeinschaft Imbekstieg ungerade Hausnummern und danach die Initiative Stellinger Deckel, da die Interessengemeinschaft sich weigerte, nicht auf der ungeraden Seite des Imbekstiegs wohnende Stellinger aufzunehmen.

Es wurden nachfolgend zwischen der BSU und der Interessengemeinschaft Gespräche geführt. Nach anfänglicher Weigerung war die BSU schließlich dazu bereit, unter bestimmten Bedingungen über den Abkauf der kompletten Grundstücke im Imbekstieg zu sprechen. (Die Vorbedingungen gelten auch heute noch)

 .

Diese Bedingungen sind:

  • Alle Anwohner im Imbekstieg auf der ungeraden Seite müssen freiwillig ihre kompletten Grundstücke und Häuser an die Stadt verkaufen.
  • Wenn nur ein Anwohner nicht verkaufen will, wird kein Grundstück von der Stadt gekauft.
  • Als Kaufpreis wird der Verkehrswert vor Bekanntwerden der A7-Ausbaupläne zugrunde gelegt.

 .

Die Anwohner müssen freiwillig verkaufen, da es seitens der Stadt keine Übernahmeverpflichtung gibt. Laut Gutachten reicht die geringere Grundstücksgröße nicht aus, um die Bewohnbarkeit der Häuser auszuschließen. Das Verschattungsgutachten ergab, dass auch mit dem A7-Deckel genügend Sonne in die Gärten scheint. Das Erschütterungsgutachten ergab für fast alle Häuser keine wahrscheinliche Beschädigung. Bei den möglicherweise gefährdeten Häusern oder deren Anbauten reichen Sicherungsmaßnahmen.

Es müssen alle Anwohner verkaufen, da es für den Autobahnausbau nutzlos wäre, nur einige Grundstücke zu kaufen. Wenn nur ein Haus stehen bleiben sollte, würde es den Autobahnausbau nicht vereinfachen. Die Kosten blieben bei diesem Problem außen vor. Im Imbekstieg stehen Reihenhäuser, die man nicht einzeln abreißen kann, da sie im Verbund gebaut wurden. Es führen Versorgungsleitungen für andere Häuser durch die Häuser, wofür Grunddienstbarkeiten im Grundbuch eingetragen sind.

Die Anwohner können ihrerseits mit nur dem Verkehrswert der Häuser nicht einverstanden sein. Neue Häuser sind wesentlich teurer als die 50 Jahre alten im Imbekstieg. Der Kauf neuer Häuser wäre für die Anwohner im Imbekstieg also nur mit zusätzlichen Krediten möglich. Da viele Anwohner nur kleine Renten oder Einkommen haben oder über 60 Jahre alt sind, wären zusätzliche Kredite nicht möglich. Somit ist ein Verkauf der Häuser zum Verkehrswert für diese Anwohner nicht machbar.

 .

Es wurde nie plausibel erklärt, warum die Häuser im Imbekstieg gefährdeter sein sollen als z.B. die im Schopbachweg. Im Schopbachweg stehen die Häuser wesentlich dichter am zukünftigen Autobahndeckel und er ist wesentlich höher als im Imbekstieg. Im Schopbachweg wurde noch nie vom Komplettabkauf gesprochen, warum also im Imbekstieg?

Obwohl zwischenzeitlich von der BSU Wertgutachten für die Häuser erstellt wurden, die als Anhaltspunkt für den Verkaufspreis gelten sollten und auch andere Grundstücke zur Umsiedlung in Aussicht gestellt wurden, ist ein Verkauf wegen der unvereinbaren Voraussetzungen für viele nicht möglich. Ein Verkauf wäre eine Vertreibung etlicher Anwohner gegen deren Willen, ohnehin fehlt dazu jede Rechtsgrundlage.

 .

In der Folge sind die Gespräche unerfreulich abgeglitten. Einigen älteren Anwohnern wurde geraten, doch ins Altersheim zu gehen. Anderen wurde eine Jahreskarte beim Tierpark Hagenbeck in Aussicht gestellt oder anders versucht, Bleibewillige zum Verkauf zu „überreden“. 2007 hat schließlich der damalige Senator Gedaschko wegen weiterer „Vorkommnisse“ die Verhandlungen zum Komplettabkauf gestoppt.

Angebote zum Verkauf sind also in der Vergangenheit schon erfolgt. Die Höhe sollte mindestens dem Verkehrswert entsprechen. Frühere Angebote wurden erst kürzlich wieder von der Interessengemeinschaft Imbekstieg im Elbe Wochenblatt vom 27. Juli 2011 bestätigt. Die Höhe der Summe wurde aber als zu niedrig abgelehnt und die vorgeschlagenen Grundstücke gefielen nicht.

Schon der Abkauf zum Verkehrswert würde bei 38 Häusern die Baukosten um Millionen erhöhen, zusätzlich zu den jetzigen Kostensteigerungen.

 .

Seitdem die Ausbaupläne bekannt sind, gibt es 3 neue Eigentümer im Imbekstieg ungerade Hausnummern, was ist mit denen? Der private Verkauf dieser Häuser widerlegt die Behauptung, das die Häuser unverkäuflich sind.

 .

Nach 2007 wurde der Projektleiter ausgetauscht und die DEGES hat die neuen Planungen übernommen. Wegen der „fehlerhaften Lärmeinschätzung“ der vorhergehenden Pläne wurde jetzt der Deckel als notwendig erkannt.

Der Plan ist der Ausbau der A7! Der Deckel ist die Folge der starken Lärmbelastungen  oberhalb der zulässigen Grenzwerte durch die ausgebaute A7, nicht das Ziel des Plans.

Aus all diesen Gründen hat die DEGES einen Komplettabkauf der Grundstücke im Imbekstieg ausgeschlossen. Er wäre rechtlich nicht durchsetzbar.

 .

Zum Schluss etwas in eigener Sache:

Auch ich wohne im Imbekstieg auf der ungeraden Seite. Auch auf meinem Grundstück soll für 4 Jahre die Autobahn gebaut werden. Auch mein Garten kann für diese Zeit nicht genutzt werden. Für alles wollen die Behörden wie bei allen anderen eine Entschädigung zahlen, deren Höhe ich erst nach dem Planfeststellungsbeschluss erfahre. Eine große Belastung, die mit dem Verlust eines beachtlichen Grundstücksteils einhergeht und über dessen tatsächliches Ausmaß noch keine Klarheit herrscht.

Trotzdem ist das immer noch besser, als der Verlust des ganzen Grundstücks, dem Verlust des ganzen Hauses ohne die Möglichkeit, ein neues zu erwerben.

Von der Angst etlicher Anwohner, ihre Häuser ohne Aussicht auf neue zu verlieren, und das seit 7 Jahren, spreche ich erst gar nicht.

.

Einige Begriffe von der Seite

„Lexikon im Zusammenhang mit dem A7 Ausbau

in Stellingen“

die mit dem Imbekstieg zu tun haben

Abreißen – die Häuser im Imbekstieg abreißen  – Es wurde immer nur von den Sprechern der Interessengemeinschaft Imbekstieg ungerade Hausnummern gefordert, die Häuser im Imbekstieg komplett an die Behörden zu verkaufen und abzureißen.
Die BSU plante immer mit den Häusern. Erst nach längerer Zeit erklärte sich die BSU unter der Bedingung dazu bereit, wenn alle Anwohner freiwillig zum Verkehrswert verkaufen. Dazu waren die Eigentümer nie bereit.
Die DEGES plante später wiederum nur mit den Häusern im Imbekstieg. Ein Abriss der Häuser im Imbekstieg war kein Teil der Planungen.
Die Häuser im Schopbachweg stehen teilweise nur 5 Meter vom Deckelbauwerk entfernt, im Imbekstieg mindestens 10 Meter. Warum also sollten die im Imbekstieg abgerissen werden und die im Schopbachweg nicht?

Betrug – Im strafrechtlichen Sinn eine Täuschung, um den Getäuschten dazu zu veranlassen, so über sein Vermögen oder das eines Dritten zu verfügen, dass ein Vermögensschaden eintritt. Betrug ist ein Straftatbestand der Vermögensdelikte. Das geschützte Rechtsgut ist nicht die Verfügungsfreiheit des Vermögensinhabers, sondern das Individualvermögen (auch das Vermögen des Staates). Der Betrug ist mit § 263 StGB geregelt.
Absatz 1 lautet: „Wer in der Absicht, sich oder einem Dritten einen rechtswidrigen Vermögensvorteil zu verschaffen, das Vermögen eines anderen dadurch beschädigt, dass er durch Vorspiegelung falscher oder durch Entstellung oder Unterdrückung wahrer Tatsachen einen Irrtum erregt oder unterhält, wird mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.“

Demokratie – ist nicht das Recht der Mehrheit, sondern der Schutz der Minderheit.
Zitiert nach Albert Camus 7.11.1913 Mondovi – 4.1.1960 Villeblevin, französischer Schriftsteller

Dies gilt auch in Hamburg und den Imbekstieg. Warum sollen hier Anwohner aus ihren Häusern vertrieben werden? Einige Anwohner erhofften sich neue und größere Häuser im Tausch gegen die 50 Jahre alten, und mit unter 70 m² Wohnfläche nach heutigem Maßstab kleinen Häuser im Imbekstieg. Etliche Anwohner wollen aber, trotz der A7, den 4 Jahre langen Bauarbeiten und dem Verlust von Teilen der kleinen Grundstücke, hier wohnen bleiben. In der Heimat, in der sie seit 50 Jahren leben und verwurzelt sind. Warum sollen nach dem Willen einer Interessengemeinschaft und deren Anwalt alle an die Behörden verkaufen müssen? (so seit 5 Jahren und in den Einwendungen zum Planfeststellungsverfahren des A7 Ausbaus gerade gefordert)

Gentleman – Ob jemand ein Gentleman ist, erkennt man an seinem Respekt gegenüber Menschen, die ihm nicht von Nutzen sind.
Zitiert nach William L. Phelps 1865 bis 1943, amerikanischer Schriftsteller
Eine Art von Mensch, die man an manchen Orten oder Organisationen oft vergeblich sucht.

Höhenunterschied – Zwischen der Oberkante des Stellinger Deckels und der unteren Kante der Häuser besteht ein Höhenunterschied. Von der BSU wird nicht der Unterschied zwischen der Grundstückshöhe und dem Deckel angegeben, sondern von der unteren Kante der Häuser, weil die Erde in den Grundstücken verschieden verteilt ist. Es entstehen durch die unterschiedliche Verteilung der Erde unterschiedliche Grundstückshöhen und damit ungenaue Angaben. Die Häuser haben eine genau definierte Höhe, die sich nicht verändert, dadurch sind mit diesem Bezugspunkt genaue Höhen- und Entfernungsangaben möglich. Die Genauen Maße sind in der Drucksache 19/7374 in der Parlamentsdatenbank angegeben.

Interessengemeinschaft Imbekstieg ungerade Hausnummern – Gegründet wurde die Interessengemeinschaft im Mai 2005. Sie ist ein Zusammenschluss von Anwohnern im Imbekstieg auf der Straßenseite zur A7 hin. Nicht alle Anwohner sind Mitglied in der Interessengemeinschaft. Das offizielle Ziel ist der Verkauf aller Grundstücke mit ungeraden Hausnummern im Imbekstieg an die Behörden.
Die BSU hat mitgeteilt, die Häuser nicht kaufen zu wollen, sondern nur den Grundstücksstreifen, der für die Autobahnverbreiterung der A7 gebraucht wird.

Die BSU würde die Grundstücke nur dann abkaufen, wenn alle Eigentümer dies freiwillig wollen, einzelne Grundstücke würden nicht gekauft. Der Abkauf würde nur erfolgen, wenn der Kauf aller Grundstücke weniger Kosten verursacht als die Verbreiterung mit allen Häusern, dies ist nach allen Berechnungen nicht der Fall. Der Abkauf durch die BSU würde in jedem Fall nur für den Verkehrswert erfolgen.

Da nicht alle Mittglieder und auch andere Anwohner nicht verkaufen wollen, ist der Verkauf an die Behörden nicht möglich. Es besteht auch keine Übernahmeverpflichtung für die Grundstücke im Imbekstieg.
Der einzelne private Verkauf zum Verkehrswert an andere war und ist jederzeit möglich, wurde aber unverständlicherweise seit 5 Jahren von keinem Mietglied der Interessengemeinschaft angestrebt. Warum bloß, da angeblich alle verkaufen wollen??  Das zwei Häuser in den letzten 5 Jahren neue Eigentümer gefunden haben zeigt, dass ein Verkauf trotz Autobahnverbreiterung möglich ist.

Mehrheit – Im Sommer 2005 wurde von den Sprechern der Interessengemeinschaft Imbekstieg ungerade Hausnummern eine Umfrage unter den Anwohnern mit Ungeraden Hausnummern gemacht. Erst ein Jahr später, am 3.7.2006, wurde das Ergebnis den Mitgliedern der Interessengemeinschaft bekannt gegeben. Bis dahin wurde es, trotz mehrfachen Nachfragen, allen vorenthalten und gesagt, man wäre der Einzige, der nicht verkaufen wolle.
Es wurde in der Umfrage danach gefragt, ob die Eigentümer im Imbekstieg wegen der Autobahnverbreiterung ihre Häuser komplett an die Behörden Verkaufen wollten. Von den 38 Eigentümern waren damals 5 nicht Mitglied in der Interessengemeinschaft, heute ist dieser Anteil durch Austritte größer.
Der Umfrage vorausgegangen war die Aussage des Anwalts der Interessengemeinschaft Imbekstieg ungerade Hausnummern, der sagte, er habe es in einem anderen Fall geschafft, dass alle Anwohner für ihre alten Häuser an einer anderen Stelle neue Häuser bekommen hätten.
(Im Imbekstieg: 50 Jahre alte Häuser mit 60-70 m² Wohnfläche und kleine Grundstücke. Anderswo dafür neue Häuser, heutige Größe und Standard = bedeutet einen realen Gewinn aller Anwohner.)

Das Ergebnis der Umfrage:
21 Eigentümer würden ihre Häuser verkaufen, wenn das Angebot stimmt.
11 Eigentümer wollten nicht verkaufen, sondern nur ihre Häuser gegen neue, andere Häuser tauschen, ohne extra Kosten.
3 Eigentümer wollten nicht Verkaufen.
2 Eigentümer wurden nicht angetroffen.
1 Eigentümer konnte sich nicht entscheiden.

NDR Abkürzung für: Norddeutscher Rundfunk. „Der NDR ist eine gemeinnützige Anstalt des öffentlichen Rechts zur Veranstaltung von Rundfunksendungen in den Ländern Freie und Hansestadt Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen und Schleswig-Holstein“ (§1 des NDR-Staatsvertrags)
Aus §8 des NDR-Staatsvertrags
: „Der NDR ist in seinem Programm zur Wahrheit verpflichtet.“
Im Zusammenhang mit dem A7 Ausbau und dem Imbekstieg scheinen Vorgaben des Staatsvertrages nicht zu gelten.
Wie sonst entsteht der Eindruck, dass in mehreren Beiträgen des Hamburg-Journals im NDR Regionalprogramm für Hamburg die Interessen eines NDR Mitarbeiters und die Ziele einer Interessengemeinschaft, deren Mitglied er ist, vertreten werden?
Ein Interview mit einem BSU-Vertreter wurde auf einen Satz gekürzt, dass der eigentliche Sinn seiner Aussage nicht mehr erkennbar war, vielmehr ein langjähriges Argument der Interessengemeinschaft belegte. Man hat den Eindruck von Parteinahme des NDR und nicht von objektivem, fairen oder gar sachlich und unabhängigen Journalismus.
Siehe Fernsehbeiträge über den Imbekstieg.

Übernahmeverpflichtung – Jeder Grundstückseigentümer hat selbst für den ordnungsgemäßen Zustand seines Grundstückes zu sorgen. Wenn dieser ordnungsgemäße Zustand z.B. wegen ungünstigen Beschaffenheit oder wie in Stellingen wegen der Autobahnverbreiterung der BAB7 dem öffentlichen Recht widerspricht, besteht eine Übernahmeverpflichtung einer Baulast oder des Grundstückes. Durch die Verbreiterung der A7 und der damit notwendige Verkauf von Grundstücksteilen im Imbekstieg, Olloweg und Schopbachweg für die breitere Autobahn wird der ordnungsgemäße Zustand der Grundstücke oder deren Gebrauchsfähigkeit nicht berührt. Eine Übernahmeverpflichtung durch den Bund oder Hamburgs besteht deswegen nicht. Kein Eigentümer kann deswegen gegen seinen Willen dazu gezwungen werden, sein komplettes Grundstück an die Behörden zu verkaufen. Anderslautende Gerüchte sind eben Gerüchte.

Zwangsenteignung – Der Ausdruck „Zwangsenteignung“ wurde im Zusammenhang mit dem Imbekstieg in den letzten Jahren mehrfach von der Interessengemeinschaft Imbekstieg ungerade Hausnummern gebraucht. Er wurde nicht von der BSU verwendet und ist auf den offiziellen Internetseiten der BSU, dem Behördenfinder oder Hamburgs auch nicht zu finden. Lediglich die Begriffe „Enteignung“ und „Enteignungsbehörde“ sind vorhanden. Ebenso ist bei http://www.juraforum.de/lexikon dieser Begriff unbekannt.

In einem NDR-Interview im Hamburg-Journal wurde der Begriff „Zwangsenteignung“ einmal von Herrn Wiemer, dem Projektleiter für den A7 Ausbau, verwendet. Dass erst, nachdem 5 Jahre lang dieser Ausdruck von den Sprechern der Interessengemeinschaft Imbekstieg ungerade Hausnummern mehrfach bei diversen Gelegenheiten in Presse und Fernsehen verbreitet wurde.
Das Interview mit Herrn Wiemer dauerte real über 10 Minuten. Es ist verwunderlich, dass gerade dieser eine Satz gesendet, das ganze andere Interview aber weggelassen wurde, in dem Herr Wiemer ausführte, dass die BSU sich nach Möglichkeit mit den Anwohnern einigen wolle. Eine Enteignung würde nicht angestrebt, sondern ein Abkauf der für die Autobahnverbreiterung benötigten Flächen, für den die Eigentümer bezahlt würden. Eine Enteignung (nicht Zwangsenteignung) wäre das allerletzte Mittel, wenn alle Angebote der BSU und Verhandlungen mit den Anwohnern kein Ergebnis gebracht hätten.
Dieser Hamburg-Journal Beitrag war keine unabhängige Information, zu der der NDR als öffentlich-rechtliches Fernsehen verpflichtet ist, sondern vertrat die Interessen einiger Anwohner im Imbekstieg, nicht aller und nicht meiner.

Der A7 Ausbau und der Imbekstieg im Fernsehen

.
Nicht nur in den Zeitungen, auch im Fernsehen wurde seit 2006 in einigen Beiträgen zur Verbreiterung der BAB7 in Hamburg und in Stellingen und über den Imbekstieg berichtet. Die Wörtlichen Protokolle dieser Beiträge können hier nachgelesen werden. Sie sind als PDF einsehbar. Es sind Beiträge aus dem „Hamburg Journal“ vom NDR Regional, außerdem vom Sender „Hamburg 1“ und vom Sender „RTL – Hamburg“. Die Liste ist nicht vollständig.

Leider wurde in den Beiträgen des Hamburg Journals versäumt mitzuteilen, dass die Sprecherin der Interessengemeinschaft Imbekstieg ungerade Hausnummern auch Mitarbeiterin des NDR ist. Möglicherweise wurden deswegen auch in mehreren Beiträgen im Hamburg Journal des NDR vorwiegend die Interessen der Interessengemeinschaft Imbekstieg ungerade Hausnummern vertreten und nicht so sehr objektiv informiert, was eigentlich die Aufgabe eines öffentlich – rechtlichen Senders ist.

Man könnte auch den Eindruck bekommen, dass alle Anwohner im Imbekstieg hier weg wollen und ihre Häuser verkaufen wollen. Das ist nicht der Fall! Etliche Eigentümer im Imbekstieg können für den Verkaufspreis der 50 Jahre alten Häuser kein neues erwerben. Es müssten Kredite aufgenommen werden, die Rentner oder Geringverdiener nicht bekommen würden. Etliche Anwohner können sich deswegen keine neuen Häuser mehr kaufen. Da die BSU alle oder kein Haus kaufen würde (falls die BSU die Häuser kaufen würde, was sie bisher aber nie wollte), wäre ein erzwungener Verkauf der kompletten Grundstücke an die Behörden die Vertreibung aller Bleibewilligen gegen deren Willen.

 .

Hamburg Journal vom 26.5.2006
Beitrag über den Imbekstieg und den A7 Autobahnausbau
Aufgenommen: am Montag den 22.5.2006 mittags im Imbekstieg

Bürgersprechstunde mit Senator Gedaschko bei HH1 am 4.7.2007
Fernsehsendung von Hamburg 1 und dem Hamburger Abendblatt
mit Axel Gedaschko, Senator für Stadtentwicklung und Umwelt in Hamburg

Hamburg Live 18.7.2007
Beitrag über den A7 Ausbau und dem Imbekstieg von Sender „Hamburg 1“

Hamburg Journal vom 26.8.2007
Beitrag über den A7 Ausbau und den Imbekstieg

RTL Hamburg Guten Abend RTL vom 13.5.2009
Beitrag über den A7 Ausbau und den Imbekstieg

Hamburg Journal vom 13.1.2010, NDR
Beitrag über den A7 Ausbau und den Imbekstieg

Hamburg Journal vom 10.2.2010, NDR
Beitrag über den A7 Ausbau, den Stellinger Deckel und den Imbekstieg

.

Im Beitrag des Hamburg Journals vom 10.2.2010 wird ein über 5 Minuten langes Interview mit dem Projektleiter der BSU, Herrn Wiemer, auf nur einen Satz verkürzt. Dadurch wird der Sinn des Interviews verfälscht. Gerade in diesem Satz wird von Zwangsenteignung gesprochen, ein Wort, welches noch nie! öffentlich von einem BSU Mitarbeiter gebraucht wurde und auch in Gesetzen oder Vorschriften nicht vorhanden ist. Von der Interessengemeinschaft Imbekstieg wurde es aber seit Jahren als den Anwohnern drohend verwendet (siehe andere Beiträge, Jahre vorher). Ist es auch Zufall?, dass sich die Sprecherin der Interessengemeinschaft gerade über dieses (eigene) Wort als Drohung der BSU beschwerte (Eimsbüttler Wochenblatt vom 17.2.2010) ? ? ?

.

Im Gegensatz zu den Beiträgen im NDR, in denen meist nur die Interessen der Interessengemeinschaft Imbekstieg ungerade Hausnummern vertreten wurden, zeigte der kleine Fernsehsender TIDE wirkliche Information.

Als Beispiel der Beitrag zum Autobahnausbau der A7 und einer Demonstration Stellinger Bürger am 11.6.2010:

http://de.sevenload.com/sendungen/TIDE/folgen/QVu40uN-Stellinger-Deckel

–     –     –     –     –     –     –     –     –     –     –     –     –     –     –     –     –     –     –

Zitat aus dem Buch „Lügen mit Zahlen“

Wie wir mit Statistiken manipuliert werden,
von Gerd Bosbach und Jens Jürgen Korff.
Wilhelm Heyne Verlag München 2011, ISBN: 978-3-453-17391-0


Kapitel 14: Die Dummen und die Bösen
5. Beispiel, Verlogene Momentaufnahmen, Seite 249:

 „Wer . . . . aus einer längeren Äußerung, in der jemand seine eigene Entwicklung schildert, nur den schlechten Teil der Entwicklung herausstellt, um die Person bloßzustellen, begeht eine schwere Verleumdung mit eindeutiger politischer Absicht. Die Methode ist deshalb besonders infam, weil . . . ausgerechnet eine Selbstkritik . . . ausgenutzt hat, um ihre Äußerung ins Gegenteil zu verfälschen.“

(Nur Namen sind weggelassen. Ob eigene Entwicklungen oder die eines Verfahrens geschildert oder erläutert wurden, ist egal.)

Anwohner einbinden, anstatt ausgrenzen!

.

Zwischen Deutschland und Dänemark soll eine „Feste Fehmarnbelt-Querung“ gebaut werden. Die dänischen Projektgesellschaft Femern A/S setzte von Anfang an auf Transparenz. Die betroffenen Bürger und Anwohner sollen eingebunden werden, anstatt sie auszugrenzen. Freiwillig wurde jede Menge Informationen gegeben und die Projektgesellschaft stellte sich offen allen Fragen. Die Konsequenz: die Mehrheit der Dänen ist für das Projekt und es gibt kein „Fehmarn 21“.

.

Anders in Deutschland bei Großprojekten. Zum Beispiel „Stuttgart 21“ wo die Öffentlichkeit erst informiert wurde, als es zu spät war.

.

In Hamburg soll eine der meistbefahrenen Autobahnen Deutschlands, die A7, verbreitert werden. In Hamburg-Stellingen von 6 auf 10 Fahrstreifen. Auch hier ist die Information der Stellinger Bürger und der betroffenen Anwohner nicht besser.

Die Stellinger Bürger wurden nicht mit eingebunden sondern eher ausgegrenzt.

.

Die A7, die in Stellingen durch dichtbesiedeltes Wohngebiet verläuft, wird hier sogar auf den Privatgrundstücken der Anwohner gebaut. Im Imbekstieg, Schopbachweg, Olloweg und Nienredder stehen die Wohnhäuser teilweise nur 5 Meter neben dem zukünftigen Deckel der verbreiterten A7.

 

Einige Eigentümer wollten deswegen ihre Grundstücke komplett an den Staat verkaufen. Bei separaten Verhandlungen mit der BSU (Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt) wollten sie den Verkauf durchsetzen. Zuerst war die BSU dagegen, sie lies sich jedoch nach einiger Zeit zu entsprechenden Verhandlungen drängen. Bedingung der BSU für den Abkauf der kompletten Grundstücke: alle Anwohner müssten verkaufen, also auch die, welche nicht verkaufen wollen. Dabei wurden die Anwohner, die trotz der jahrelangen Baustelle und der Nähe zur Autobahn bleiben wollen, von den Verkaufswilligen und der BSU ausgegrenzt. Erst als der ehemalige Senator für Stadtentwicklung Gedaschko von den Verhandlungen der BSU mit den Verkaufswilligen und der unzulässigen Ausgrenzung der Bleibewilligen erfuhr, stoppte er die Verhandlungen und verhinderte damit die Vertreibung der Bleibewilligen durch Nachbarn und BSU. In der Folge wurde der Projektleiter ausgetauscht und die DEGES wurde mit der Planung der A7 Erweiterung beauftragt. Jetzt war der Stellinger Deckel plötzlich möglich, sogar wegen dem Autobahnlärm zwingend notwendig. Was vorher laut BSU nicht möglich gewesen sein sollte, war mit den neuen Gutachten der DEGES die einzige Möglichkeit. Ohne den Stellinger Deckel ist der Lärmschutz nicht einzuhalten: kein Deckel = kein A7 Ausbau. Er müsste sogar ohne die Verbreiterung der Autobahn gebaut werden, da sich der Bund vor über 30 Jahren beim Bau der heutigen Autobahn zu einen nur durch den Deckel einzuhaltenden Lärmschutz verpflichtet hatte.

.

Anfang 2011 begann mit der Auslegung der Ausbaupläne das Planfeststellungsverfahren zur A7 Verbreiterung in Stellingen. Auf einigen Veranstaltungen im vergangenen Jahr wurde so manche Informationen über den geplante Ausbau bekannt gegeben. Trotzdem blieben viele Fragen offen und viele Einwendungen wurden gegen den Plan erhoben.

.

Leider sind die Stellinger Bürger und die betroffenen direkten Anlieger immer noch nicht mit eingebunden. Sie werden von den Planungen ausgegrenzt, obwohl es gerade die Stellinger Anwohner sind, die zukünftig mit der breiteren Autobahn und dem stärkeren Verkehr leben müssen. Selbst kleinste Änderungswünsche, direkt vor der Haustür, auf den jetzt noch zu Privatgrundstücken gehörenden Flächen des Autobahndeckels, werden einfach ignoriert! Außerdem soll auf die heute schon übervolle Kieler Straße noch mehr Verkehr verlagert werden um die A7 zu entlasten.

.

In Deutschland wurde in letzter Zeit viel über Bürgerbeteiligung diskutiert, in Stellingen ist sie aber noch nicht angekommen und bei vielen Behördenmitarbeitern noch unbekannt.

Wie lange müssen wie noch warten, bis die betroffenen Bürger in solche Projekte mit eingebunden und berücksichtigt  und nicht mehr ausgegrenzt werden? Eine Frage, die bis jetzt ohne Antwort geblieben ist.

Beim Stellinger Deckel wäre noch Gelegenheit zum Dialog zwischen Behörden, Planern und den betroffenen Anwohnern.

 

Nächste Seite »