Baubeginn des Stellinger Deckels

Der Stellinger Deckel, seit Bestehen der A7 in Stellingen von Anwohnern gefordert, wird ab jetzt Wirklichkeit. Mit dem Bundesverkehrswegeplan 2003 wurde der Ausbau der A7 beschlossen, noch ohne einen Deckel in Stellingen. Mit dem Beitritt Hamburgs 2007 zur DEGES wird als Erstes eine neue Studie zum Lärm entlang der A7 erstellt. Diese neue Studie ergibt: Nur ein Deckel in Stellingen gewährleistet einen Lärmschutz, der die EU-Grenzwerte einhalten kann.

Das bedeutet:
Nur mit dem Stellinger Deckel ist der A7-Ausbau möglich!
Kein Deckel = kein A7-Ausbau = weiter Stau auf der A7 ohne Ende!

Die Folge sind neue Planungen mit einem Stellinger Deckel zwischen Kieler Straße und Güterumgehungsbahn. Im Planfeststellungsverfahren werden die Pläne noch zweimal geändert, bis der Plan schließlich am 23. August 2013 beschlossen werden kann. Durch Klagen gegen den Ausbau verzögert sich der Teil mit dem Stellinger Deckel um zwei Jahre. Erst durch deren Rücknahme der Klagen wird der Planfeststellungsbeschluss am 21. August 2015 bestandskräftig. Dadurch wurde der Weg zur Auftragsvergabe am 22. Dezember 2015 an die Bietergemeinschaft Hochtief/Franki frei.

Der 1. Pflock für den Stellinger Deckel wurde eingeschlagen

Der 1. Pflock für den Stellinger Deckel ist eingeschlagen.

Dem von allen Anwohnern lang ersehnten Bau des Stellinger Deckels steht nichts mehr im Wege. Anfang Februar 2016 informierten DEGES, Behörden und Bauunternehmen über die nächsten Schritte. Schon im Februar sind die ersten Bäume hinter der noch bestehenden Lärmschutzwand am Nienredder neben der Autobahn gefällt, um Platz für die Verbreiterung zu erhalten. Weiter geht es mit vorbereitenden Arbeiten auf und neben der A7, was an weiteren Verkehrsbehinderungen auf der A7 zu merken sein wird. Durch die schon vorher herrschenden Staus auf und neben der A7 werden die Fahrzeiten für die Fahrzeuge aber nicht verlängert.

Die Mauer neben dem zukünftigen Stellinger Deckel an der A7 am Nienredder.
Die Mauer neben dem zukünftigen Stellinger Deckel an der A7 am Nienredder, noch stehen die Bäume.

Behinderungen auf der Wördemanns Weg Brücke über der A7 haben Anwohner und Verkehrsteilnehmer schon das ganze vergangene Jahr hinnehmen müssen. Bis zum Beginn des eigentlichen Deckelbaus wird es noch bis ins 2. Halbjahr 2016 dauern. Bis dahin dauern die vorbereitenden Arbeiten, wie die Verbreiterung der einen Fahrtrichtung, um die andere für die Bauarbeiten frei zu bekommen. Für den Bau der Behelfsbrücke für den Wördemanns Weg wird die Autobahn an einem Wochenende voll gesperrt, wann, wird die DEGES rechtzeitig bekannt geben.

Ebenso muss die Bauzeitliche 6 Meter hohe Lärmschutzwand aufgestellt werden, um die Anwohner vor dem Baulärm zu schützen. Nach 40 Jahren Lärm das erste Mal, das auch an die Anwohner gedacht wird, die schon vor der A7 hier wohnten. Die Anschlussstelle an der Kieler Straße muss umgebaut werden, damit sie auch während der Bauzeit Benutzbar bleibt. Vor dem Deckelbau wird auf einem 50 Meter breiten Streifen neben der Autobahn eine Beweissicherung durchgeführt. Sie dient dazu, den jetzigen Zustand aller Gebäude zu dokumentieren, um bei möglichen Schäden schnellstmöglich zu reparieren und den ursprünglichen Zustand wieder herstellen zu können.

Die Mauer neben der A7 am Nienredder. Die Bäume wurden gefällt, um Platz für die Deckelbaustelle zu schaffen.
Die Mauer neben der A7 am Nienredder. Die Bäume wurden gefällt um Platz für die Deckelbaustelle zu schaffen. Als erstes wird hier die provisorische Lärmschutzwand vor den Häusern entstehen.

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