Gerüchte

G  e  r  ü  c  h  t  e

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Gerüchte

Am Anfang

Anfang 2005 erhielten die unvorbereiteten Anwohner neben der Autobahn A7 im Hamburg Anschreiben einer Hamburger Behörde, man solle für Vorarbeiten einer Autobahnverbreiterung Zutritt zu den eigenen Grundstücken ermöglichen. Nach einem Widerspruch kam keine Informationen oder Erklärungen zum Autobahnausbau, sondern ein Schreiben vom Rechtsamt für Verkehrsanlagen mit etliche Paragrafen vom Bundesfernstraßengesetz. Unter anderem § 16a, Absatz 1: Eigentümer haben zur Vorbereitung der Planungen notwendige Vermessungen, Bodenuntersuchungen, anbringen von Markierungen und sonstige Vorarbeiten zu dulden. In Absatz 2 heißt es weiter, es würde reichen, Arbeiten mindestens 2 Wochen vorher unmittelbar oder durch ortsübliche Bekanntmachung in den Gemeinden bekannt zu geben. Das heißt, Veröffentlichungen im Amtlichen Anzeiger reichen, bloß wer liest den? Das Gebührengesetz wurde ebenfalls erwähnt, mit einer Gebühr von bis zu 2000 Euro, und bei einer weiteren Zutrittsverweigerung wurden Bearbeitungsgebühren von 25 bis 50 Euro angekündigt.

Informationen zum Autobahnausbau ? Fehlanzeige !

In der Folgezeit kamen nicht viele Informationen dazu. Kein Wunder, dass vermehrt Gerüchte aufkamen, weitererzählt und mit eigenen Vermutungen bereichert wurden. Nach und nach gab es immer mal wieder kleine Informationsteilchen, bei denen man sich den Rest dazudenken musste. Initiativen und Interessengemeinschaften wurden gegründet, um mehr Gewicht gegenüber den Behörden zu erhalten und um mehr Informationen zu bekommen. Nur langsam kamen Einzelheiten an die Öffentlichkeit, die von Gerüchten überholt wurden.

Viele Gerüchte, welche ?

Täglich sollten 50 Lkw über die Terrassen der Anwohner zur Baustelle fahren. Weil der Garten 4 Jahre Teil der Baustelle wird und keinen Lärmschutz erhält, wird der Baulärm unerträglich. Die Häuser könnten Risse oder größere Schäden bekommen, würden für 4 Jahre unbewohnbar oder sie müssten gar abgerissen werden. Falls die Häuser die Bauarbeiten überstehen, bekäme man auf jeden Fall eine mindestens 9 Meter hohe Lärmschutzwand hinter das Haus. Da Teile des Gartens für die breitere Autobahn gebraucht würden, kommt in den kleinen Rest keine Sonne mehr. Von einigen wurde sogar behauptet, die Behörden wollen alle enteignen und man bekommt nur eine sehr geringe Entschädigung.
Immer mehr Gerüchte und wenig Fakten.

Die DEGES übernimmt die Planung

Erst als die DEGES die Planungen und neue Lärmgutachten eine Überdeckelung der A7 in Stellingen zwingend erforderlich machten, kamen langsam mehr Informationen. Auf einer erst dürftigen, später immer umfangreicheren Internetseite wurden vermehrt auch konkrete Informationen veröffentlicht. Etliche Informationsveranstaltungen und eigene Bemühungen brachten über die Jahre weitere Erkenntnisse über die Planungen und den beabsichtigten Autobahnausbau. Nach dem Planfeststellungsverfahren und persönlichen Kontakten mit den Planern der DEGES kann man sich jetzt ein ziemlich genaues Bild vom A7 Ausbau machen.
Es bedurfte erheblicher Mühen und Zeitaufwand, sich alle fraglichen Informationen zu beschaffen. Ein Aufwand, der für etliche Anwohner nicht zu schaffen war, genauso wie für viele Journalisten. Wie sonst kann man sich die manchmal sehr schlechte Berichterstattung in Fernsehen (auch im öffentlich rechtlichen) und Zeitungen erklären?
Durch Veröffentlichungen in Fernsehsendungen (auch im öffentlich rechtlichen), Zeitungsartikeln oder durch uninformierte Anwohner werden heute noch Gerüchte in die Welt gesetzt und verbreitet!

Immer neue Gerüchte, welche ?

Immer wieder erscheinen Berichte, der geplante Tunnel in Stellingen erfüllt nicht alle Sicherheitsanforderungen. Anwohnern und Autofahreren drohen vorgeblich unübersehbare Gefahren durch Feuer im Tunnel und eine automatische Feuerlöschanlage wurde gefordert. Es gab viele Erörterungen und Gespräche dazu, im Planfeststellungsbeschluss nachzulesen. Der Tunnel entspricht laut Feststellungsbeschluss voll den neuesten Sicherheitsvorschriften und die Feuerwehr äußerte am 28.9.2012, dass sie die gleiche Sicherheit auch von außen gewährleisten könne, auch ohne automatische Feuerlöschanlagen im Tunnel. Nachzulesen auf Seite 87 des Planfeststellungsbeschlusses. Andere Anwohner, die nicht direkt an der A7 Baustelle wohnen, sondern weiter weg auf der anderen Straßenseite haben neuerdings auch Angst um ihre Häuser. Die Erschütterungen durch den A7 Ausbau könnten doch stärker sein und ihre Häuser beschädigen.
Trotz Informationsmöglichkeiten gibt es mehr Gerüchte.

Informationen, nein Danke ?

Leider lassen sich diejenigen, die sich an den Gerüchten orientieren, mögliche Informationsmöglichkeiten entgehen. Die vergangene Sitzung des Stellinger Bürgerkomitees wäre so eine Möglichkeit gewesen. Zwei Mitarbeiter der DEGES gaben einen Ausblick auf die kommende Zeit beim A7 Ausbau und detaillierte Antworten auf die Fragen der anwesenden Stellinger Bürger. Weitere Möglichkeiten für Informationen ist auch die Bürgersprechstunden der DEGES, die es alle 14 Tage im DEGES-Baubüro gibt. Beim nächsten Termin des Stellinger Bürgerkomitees am 15. Juni 2015 wäre auch eine gute Gelegenheit, sich mit anderen Stellingern über die Gerüchte oder die eigenen Befürchtungen und Sorgen auszutauschen und zu diskutieren. Alle sind jetzt schon Herzlich Eingeladen!
Aber Gerüchte sind ja viel einfacher zu verstehen, sie steigern Emotionen, Fantasie und Auflagen von Zeitungen. Konkrete Informationen sind etwas anstrengender, komplizierter zu verstehen, aber sie erzeugen mehr Wissen und Zuversicht.

PS: Auf dieser Seite gibt es keine Gerüchte. Mögliche Fehler werden kurzfristig korrigiert. Fragen werden nach bestem Wissen beantwortet oder weitergeleitet.

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