Am 16. Juni wurde die Baustelle des A7-Ausbaus

mit der Langenfelder Brücke offiziell gestartet.

Drücken gemeinsam den Startknopf: (v. links) Senator Frank Horch, Staatssekretär Enak Ferlemann, Minister Reinhard Meyer, DEGES-Geschäftsführer Dirk Brandenburger

Drücken gemeinsam den Startknopf: (v. links) Senator Frank Horch, Staatssekretär Enak Ferlemann, Minister Reinhard Meyer, DEGES-Geschäftsführer Dirk Brandenburger

Unter Der Langenfelder Brücke drückten Dirk Brandenburger, Technische Geschäftsführer der DEGES, Enak Ferlemann, Parlamentarische Staatssekretär beim Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur Enak Ferlemann, Frank Horch, Senator für Wirtschaft, Verkehr und Innovation in Hamburg und Reinhard Meyer, Minister für Wirtschaft, Arbeit, Verkehr und Technologie in Schleswig Holstein gemeinsam den symbolischen Startknopf. Auf dieses Signal hin setzte sich der Bagger hinter ihnen in Bewegung.

Die vier Redner am Startknopf, der Bagger hinter ihnen setzt sich in Bewegung

Die vier Redner am Startknopf, der Bagger hinter ihnen setzt sich in Bewegung

Vor diesem Auftakt, dem symbolischen 1. Spatenstich zum aufwendigsten Verkehrsprojekt der letzten Jahrzehnte in Deutschlands Norden würdigten sie den A7-Ausbau mit kurzen Ansprachen. Der Technische Geschäftsführer der DEGES Dirk Brandenburger stellte die anderen Redner vor und begrüßte etliche Zuhörer aus Politik, Verwaltung, den Planungsbüros und die am Neubau der Langenfelder Brücke beteiligte Bauunternehmen. In den Ansprachen wurde auf die jetzt schon überlastete A7 hingewiesen und deren Bedeutung für den regionalen und überregionalen Verkehr. Ebenso ist die A7 als Zubringer für den Hamburger Hafen für die Wirtschaft von großer Bedeutung. Um die Leistungsfähigkeit der Wirtschaft zu gewährleisten, ist eine Autobahn ohne Staus notwendig. Nach Neuesten Verkehrsprognosen wird der Verkehr bis 2030 stark zunehmen. Die Infrastruktur steht „vor einer Belastungsprobe“ welche die wirtschaftliche Entwicklung Deutschlands beeinflusst. Sowohl der Binnenverkehr (31 %) als auch der grenzüberschreitende (42 %) und der Transitverkehr (52 %) soll im Vergleich zu 2010 zulegen. Der Güterverkehr mit Lkw wird mit 39 % steigen.

Die jetzige Autobahn ist für diese Steigerung nicht leistungsfähig genug. Ebenso ist die Bausubstanz der Langenfelder Brücke am Ende ihrer Lebenszeit angelangt und muss erneuert werden. Deren Abbruch und Neubau ist der Anfang eines Milliarden-Projekts, das vom Elbtunnel bis zum Autobahndreieck Bordesholm reicht. Beginnen wird das Projekt mit dem schwierigsten Teil, der 400 Meter langen Langenfelder Brücke, die im laufenden Verkehr erneuert wird. Gleichzeitig verlaufen unter der Brücke 17 Bahngleise und Hauptverkehrsstraßen, die nicht behindert werden dürfen. Damit ist dieser Teilabschnitt schon der anspruchsvollste Teil des ganzen Projektes. Allein diese Brücke wird vier Jahre in Anspruch nehmen und 80 Millionen Euro kosten.

Die beflaggte Bühne mit Rednerpult, rechts dahinter wartet der Bagger auf seinen Einsatz

Die beflaggte Bühne mit Rednerpult, rechts dahinter wartet der Bagger auf seinen Einsatz

Laut Staatssekretär Ferlemann ist jetzt der Norden dran. Im neuen Bundesverkehrswegeplan ab 2015 werde Norddeutschland besser wegkommen als bisher. Besonders Hamburg als „Einfallstor der Globalisierung“ werde zu einem Investitionsschwerpunkt des Bundes. Dazu zähle besonders der notwendige Ausbau der A7, die in Stellingen mit 160.000 Fahrzeugen täglich einer der meistbefahrenen Autobahnabschnitte Deutschlands ist. Zusätzlich wird der Bund auch die A20 in Schleswig-Holstein mit der Elbquerung bei Glückstadt und den Ausbau des Schienenverkehrs im Hinterland des Hamburger Hafens unterstützen. Ferlemann forderte die norddeutschen Bundesländer zu einem Schulterschluss auf. Sie müssten jetzt Lösungen präsentieren.

Reinhard Meyer, Minister für Wirtschaft, Arbeit, Verkehr und Technologie in Schleswig Holstein als letzter Redner

Reinhard Meyer, Minister für Wirtschaft, Arbeit, Verkehr und Technologie in Schleswig-Holstein als letzter Redner

Verkehrsminister Reinhard Meyer bat die Autofahrer bei diesem Baubeginn für die mit Sicherheit auftretenden Störungen und anstehenden Geduldsproben schon jetzt um Verständnis. Die Erneuerung der Nord-Süd-Magistrale sei ein „gemeinsames Projekt“ des Nordens. Besonders beim Baustellenmanagement sei eine enge Abstimmung notwendig.

Hamburgs Senator Horch forderte Logistikunternehmen, Autofahrern und Anwohnern zu Geduld und Verständnis auf. Am selben Nachmittag beim zweiten Verkehrsdialog mit Unternehmen hatte der Senator eine weitere Gelegenheit dazu. Für den Stellinger Tunnel besteht noch kein Baurecht, deswegen wird damit frühestens 2015 begonnen. Das Bundesverwaltungsgericht muss erst über eine Klage von Anwohnern entscheiden. Vom Bau der Lärmschutztunnel würden am Ende vor allem die Anwohner profitieren.

Das A7-Infomobil ist beim offiziellen Baubeginn ebenfalls dabei

Das A7-Infomobil ist beim offiziellen Baubeginn ebenfalls dabei

Wie weit die Anwohner profitieren, muss sich in der Zukunft zeigen. Für die nächsten 10 Jahre leiden sie besonders unter dem A7-Ausbau, da die Arbeiten teilweise auf ihren Grundstücken stattfinden, die sie für die breitere Autobahn teilweise abtreten müssen.

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