Umleitung oder Ausweichstrecke?

Die seit Jahren angekündigten Bauarbeiten zum Ausbau der Autobahn A7 in Hamburg (in Stellingen die Verbreiterung der A7 auf 10 Fahrstreifen) haben begonnen. Mit dem Umbau der Kreuzung Kieler Straße/Sportplatzring in Stellingen gibt es hier auch die ersten Staus auf der Kieler Straße.

Bisher waren die Staus nicht größer als die normalen täglichen Staus, die man vom Berufsverkehr morgens und abends her kennt. Das wird sich ändern, wenn ab dem 23. März teile des Elbtunnels gesperrt werden und wenn die Bauarbeiten der Langenfelder Autobahnbrücke beginnen und die Hamburger Ferien zu Ende sind.

Die ebenso seit Jahren geforderten Umleitungen für die A7 und für die Straßen in Stellingen wurden gleichfalls seit Jahren immer von allen Behörden abgelehnt.

Jetzt haben wir den Salat (Stau!). Für die nächsten 10 Jahre!

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Begründung der Behörden:

Auf der A7 befinden sich jetzt in jeder Fahrtrichtung 3 Fahrstreifen, die während der gesamten Bauzeit auch weiter zur Verfügung stehen. Die verengten Fahrstreifen und die Baustellen sollen angeblich den Verkehr nur um 5 bis 10% behindern (Die Anwohner glauben das nicht und den Autofahrern ist die Prozentzahl egal, wenn sie im Stau stehen).

Die Ankündigung der Baustelle in der letzten Februarwoche hat viele Autofahrer veranlasst, nicht in Stellingen, sondern schon in Schnelsen von der A7 abzufahren.

Die Folge: Jetzt standen alle auf der Kollaustraße, Friedrich Ebert Str. und Frohmestr. im Stau, wegen dem stärkeren Verkehr und den dortigen Baustellen. Ein enormer Vorteil – für Stellingen, da hier kein größerer Stau als sonst entstand.

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Diskussion mit Behördenvertretern auf der Sitzung

des Regionalausschusses Stellingen am 27. Januar:

„Eine Umleitung kann nicht eingerichtet werden, da das nur bei Sperrungen möglich ist!“ Auf der A7 sollen alle 6 Fahrstreifen erhalten bleiben, nur nicht so breit. Wer kennt den unterschied von Umleitungen und Ausweichstrecken und die rechtlichen Voraussetzungen dafür?

Eine Umleitung wird nur eingerichtet, wenn die ursprüngliche Strecke gesperrt wird und man dort nicht mehr fahren kann.

Eine Ausweichstrecke wird immer dann angeboten, wenn die ursprüngliche Strecke wegen starkem Verkehr oder Baustellen überlastet werden kann, aber immer noch befahrbar ist. Ein Teil des Verkehrs kann dann auf der Ausweichstrecke dem Stau auf der Hauptstrecke auf einer Nebenstrecke ausweichen.

Auf der A7 soll es immer 6 Fahrstreifen geben, jetzt und während der gesamten Bauzeit. Der normale Stau reicht morgens jetzt schon von Stellingen bis Quickborn und der Verkehr wird sich wegen der Bauarbeiten nicht erhöhen.

Es besteht also kein Grund für Ausweichstrecken oder gar Umleitungen?

PS: In Stellingen gibt es tatsächlich keine Ausweichstrecken, ebenso in Eidelstedt. Die Stellinger Straßen sind jetzt schon im Berufsverkehr überlastet und verstopft.

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Stellinger Ortsumgehung zur A7, AS-Volkspark:

Seit Jahren wird von den Stellinger Bürgern und dem Stellinger Bürgerkomitee (in dem die örtlichen Parteien und Vereine vertreten sind) die Stellinger Ortsumgehung gefordert. Vom Eimsbüttler Marktplatz kommt man ohne Schwierigkeiten durch Industrie und Gewerbegebiete zur A7. Damit würden die Kieler Straße und Wohngebiete entlastet, vor Lärm und Abgasen besser geschützt.

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Laut Behörden wäre das ein zu großer Aufwand mit zu kleinem Nutzen.

„Nur“ ca. 5000 Fahrzeuge würden diese Erleichterung benutzen (laut Behörde). Bei 200 Arbeitstagen im Jahr wären dass 1 Millionen Fahrzeuge pro Jahr. Wenn jeder nur 10 Min. im Stau einsparen könnte, währen das 10 Millionen Minuten = 190 Jahre, die alle Autofahrer zusammen pro Jahr nicht im Stau stehen müssten (mit zunehmender Tendenz!). Die Vermeidung von Ruß und Abgasen währen ebenso beträchtlich. Wie gesagt (von den Behörden), ein zu kleiner Nutzen.

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