Am 1. März 2014 beginnt in Stellingen

der A7-Ausbau –

– auf der Kieler Straße!

 

Seit über 10 Jahren wird am A7-Ausbau in Hamburg und Schleswig-Holstein geplant (im Bundesverkehrswegeplan von 2003 mit vordringlichen Bedarf beschlossen).

Die Kreuzung Kieler Straße/Sportplatzring wird umgebaut. Sie soll damit „ertüchtigt“ werden, um noch mehr Verkehr zu verkraften. Die Fahrzeuge von der Ausfahrt Stellingen sollen schneller in den Sportplatzring oder weiter über die Kieler Straße in die Hamburger Innenstadt gelangen können. Tatsächlich werden sie damit schneller im nächsten Stau stehen, weil die nachfolgenden Straßen so bleiben, wie sie sind. Die Belastungen für Autofahrer und Anwohner steigen weiter.

Die Bauarbeiten werden bis Oktober 2014 andauern, wie in der NDR-Sendung „NDR aktuell“ vom 24.2.2014 gesagt wurde. Der genaue Ablauf, wann was gebaut oder welche Straßenabschnitte gesperrt werden, kann im Internet abgerufen werden.

Die Adresse lautet: www.hamburg.de/4267162

Die Bauarbeiten waren eigentlich schon für 2013 geplant. Sie werden erst jetzt begonnen, weil im letzten Jahr auch der Siemersplatz wegen der Busbeschleunigung umgebaut wurde. Die Behörden befürchteten zu starke Verkehrsbehinderungen, wenn beide Kreuzungen gleichzeitig ausgebaut würden. Für dieses Jahr hatte wohl keiner vergleichbare Befürchtungen. Deswegen wird gleichzeitig auch der Eidelstedter Platz umgebaut.

Im April beginnen dann tatsächlich auf der Autobahn die Arbeiten. Es wird aber nicht, wie vielfach vermutet wird, der Stellinger Deckel, sondern die Langenfelder Autobahnbrücke über den Bahngleisen und dem Binsbarg neu gebaut. Sie wird abgerissen und durch eine breitere Brücke mit Lärmschutzwänden ersetzt. Da diese Bauarbeiten laut der DEGES den Autobahnverkehr „nur“um 5 bis 10 % behindern werden ab dem 23. März beim Elbtunnel für 4 Monate Asphaltierungsarbeiten durchgeführt. Dabei werden bis zu 3 Fahrstreifen gesperrt. Für 2 Monate sollen sogar 2 Tunnelröhren vollständig gesperrt werden.

Ebenfalls in diesem Jahr beginnt der A7-Ausbau in Schnelsen. Vorarbeiten wurden dort schon mit dem Bau von provisorischen Leitungsbrücken und dem Abholzen von Bäumen und Büschen neben der A7 ausgeführt. Es wird mit diesen mehrfachen Baustellen bis voraussichtlich 2022 so weitergehen. Außerdem wird auch in Schleswig-Holstein die A7 bis zum Dreieck Bordesholm ausgebaut. Es wurden geradezu „Baustellenfestspiele“ angekündigt.

Was sagt ein ADAC Sprecher dazu? Weil sich schon bei der ersten Baustelle der Verkehr staut, kommen zu den weiteren Baustellen schon gar nicht mehr so schnell und so viele Autos an. Dadurch verringert sich entsprechend die Verkehrsmenge und entzerrt den Verkehr wodurch dann die Autos, die es bis hier geschafft haben, nicht mehr so stark behindert werden (Im Hamburg Journal vom 31.1.2014).

Warum dann überhaupt der ganze Ausbau, wenn man durch die vorhandenen Straßen den Verkehr auch so begrenzen und regulieren könnte? Wenn keiner mehr durchkommt, werden schon genügend auf die Bahn umsteigen. Dazu passt auch die Bemerkung eines Behördenmitarbeiters auf einer Informationsveranstaltung Ende 2013 in Stellingen: „Wenn sie mit dem eigenen Auto und auch die Busse im Stau stehen, dann gehen sie doch zu Fuß!“

 

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