Sitzung des A7- und des Verkehrsausschusses

am 13.6.2012 im Stellinger Rathaus

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Am 13. Juni 2012 fand die gemeinsame Sitzung des Eimsbüttler Verkehrs- und des A7-Ausschusses statt. Um den Stellinger Bürgern das Kommen zu erleichtern, traf man sich im Stellinger Rathaus. Viele Bürger nutzten diese Möglichkeit. Der große Sitzungssaal bot fast nicht genügend Raum für alle Zuhörer.

Der Grund dafür waren die Behördenvertreter, die über den aktuellen Stand der A7-Ausbauplanung und dem späteren Stellinger Deckelpark informieren wollten.

A7 Ausschusssitzung am 23.6.2012 im Stellinger Rathaus

Sitzung des Eimsbüttler Verkehrs- und des A7-Ausschusses

Als Gast war der Landschaftsarchitekt Herr Weidinger anwesend, der den 1. Preis beim freiraumplanerischen Wettbewerb gewonnen hatte. Er berichtete über den Fortschritt seiner Planungen. Da der erste Entwurf nicht auf die ungeteilte Zustimmung der Anwohner gestoßen war, hatte er einige Umplanungen vorgenommen.

Die Anzahl der Kleingärten hat sich im neusten Plan verringert. Es sind nur noch 42 Parzellen, von denen einige neben dem eigentlichen Deckel liegen, geplant. Nach dem Schlüssel 1 Parkplatz für je 3 Parzellen sollen entlang des Theodor Schäfer Damms 14 Parkplätze eingerichtet werden. Zur Kieler Straße hin wird eine Lärmschutzwand errichtet, daran anschließend kommt erst eine freie Rasenfläche, bevor die Parzellen beginnen. Die Parzellen, die neben dem Deckel zum Theodor Schäfer-Damm liegen, sind etwas niedriger angeordnet, da die Aufschüttung auf dem Deckel dort nicht notwendig ist. Das mögliche Vereinshaus liegt auch außerhalb der Deckelfläche.

 A7 Ausschusssitzung 23.6.2012, Kleingärten auf dem Stellinger Deckel

Der Stellinger Deckel mit den Kleingärten

Der jetzige Fußgänger- und Fahrradtunnel unter der Autobahneinfahrt bleibt erhalten. Zusätzlich führt ein Weg um die Einfahrt herum über den Deckel, der auch Zugang zum Kleingartenverein ist. Vom Theodor Schäfer-Damm wird es zwei weitere Zugänge geben. Eine sogenannte Promenade führt durch den Kleingartenverein bis zum Wördemanns Weg, wo sich beiderseits der Straße ein kleiner Platz auftun soll.

Vom Wördemanns Weg aus führt die Promenade an der Seite zum Imbekstieg weiter über den Deckel bis zur Güterumgehungsbahn. Am Wördemanns Weg beginnt ein Rasenpark, dem sich ca. ab Deckelmitte der sogenannte Baumpark anschließt. Der Aufenthaltsplatz im Park, der im ersten Entwurf noch direkt neben dem Imbekstieg lag, ist weiter nach hinten gerückt, in die Nähe des Schulgeländes. Vom Schulgelände soll ein weiterer Zugang zum Deckelpark eingerichtet werden.

 A7 Ausschusssitzung 23.6.2012, Deckelpark auf dem Stellinger Deckel

Der Deckelpark zwischen Wördemanns Weg und Güterumgehungsbahn

Trotz dieser Änderungen gegenüber dem ersten Entwurf gab es Kritik von anwesenden Anwohnern. Die Lage der Promenade auf dem Deckel, die fehlenden Flächen, die Anwohner für ihre abzugebenden eigenen Grundstücksflächen auf dem Deckel zurückpachten könnten, die zu geringe Anzahl von Parkplätzen für den Kleingartenverein und anderes erregte den Unmut von Anwohnern. Herr Weidinger betonte, das auch die heute gezeigten Pläne noch nicht fertig seien und das die Planungen vom Groben hin zum endgültigen Plan immer weiter verfeinert würden.

 A7 Ausschusssitzung 23.6.2012, Deckel zwischen Imbekstieg und Olloweg

Der Stellinger Deckel zwischen Imbekstieg und Olloweg

Zu den kritisierten Verzögerungen des A7-Ausbaus gab es keine erhellenden Informationen. Herr Dr. Dreeßen, stellvertretender Projektleiter vom LSBG, erläuterte den Verfahrensablauf. Erst muss das Baurecht bestehen, dann die Finanzierung, erst danach könnte nach Ausschreibungen und Auftragsvergabe der Ausbau beginnen. In Schnelsen ist die Planfeststellung in Vorbereitung und durch die Private Partnerschaft die Finanzierung sichergestellt.

In Stellingen verzögert sich die Planung durch die Planänderungen, die eine 2. Auslegung mit einem 2. Erörterungstermin notwendig machen. Dadurch verzögert sich der Planfeststellungsbeschluss und das Baurecht möglicherweise um ein Jahr.

Ein Baubeginn in Schnelsen ist theoretisch 2013/2014 möglich, in Stellingen wahrscheinlich erst ab 2015. Ausnahme ist die Langenfelder Autobahnbrücke. Die Brücke ist in einem schlechten Zustand und soll, wenn möglich, schon ab 2013 erneuert werden.

  Verkehr auf der Kieler Straße von der A7 zum Sportplatzring

Der heutige Verkehr von der A7 auf die Kieler Straße in Stellingen

Vom Büro Argus referierte Herr Martens zur Umgestaltung der Kieler Straße an der A7-Anschlussstelle Stellingen und an der Kreuzung zum Sportplatzring. Er erläuterte den Bestand und die zu ändernden Teile der Kreuzungen. Die meisten Staus sollen heute durch die Linksabbieger verursacht werden, die von der A7 kommend in den Sportplatzring fahren wollen (bei den Stellingern schon lange bekannt). Da die Abbiegespuren zu klein sind, werden auch die geradeaus führenden Fahrstreifen blockiert, so dass der gesamte Verkehr ins stocken gerät. Die Abbiegespuren sollen laut Planung ausgebaut und verlängert werden. Dadurch hofft man, auch den Geradeausverkehr zu beschleunigen. Die Busspur wird zum normalen Fahrstreifen, was auch eine Beschleunigung des Verkehrs bewirken soll. Durch den schnelleren normalen Verkehr und die örtliche Verlagerung der Bushaltestellen nach der Kreuzung sollen die Busse ebenfalls schneller werden, wenn nicht, bleiben auch sie stecken. Die Fußgängerüberwege werden versetzt, um den Autoverkehr weniger zu behindern und längere Grünphasen zu ermöglichen. Trotz des geänderten Verlaufs der Fußgängerüberwege und der versetzten Grünphasen, sollen Fußgänger ohne Unterbrechung auf die andere Straßenseite gelangen können. Eine Einschränkung kam doch noch mit der Bemerkung, dass dies nur außerhalb der Spitzenzeiten funktioniert. Die Stellinger, die sich hier täglich durchquälen müssen, haben aber meist den Eindruck, dass hier ständig Spitzenzeit ist.

 

Umplanung der Kreuzung Kieler Straße/Sportplatzring

Eine Unklarheit über den Ausbautermin blieb zum Schluss. Es gab die Angaben von ab 2013 bis zum Zeitpunkt des Stellinger Tunnelbaus. Das bedeutet entweder zeitlich versetzt mehrere Baustellen an verschiedenen Orten oder ein mögliches totales Verkehrschaos beim A7-Ausbau. Die A7 wird dann gleichzeitig mit der Kieler Straße ausgebaut und mit der für diese Zeit möglicherweise angedachten Bebauung der Sportplätze am Sportplatzring.

Weiter gab es über die Zuständigkeiten im Zusammenhang mit dem Autobahnausbau, der Deckelplanung und dem Bebauungsplan Verwirrung.

Für die Planung des A7-Ausbaus ist die DEGES zuständig. Die Prüfung des Plans und der Planfeststellungsbeschluss erfolgt durch die Planfeststellungsbehörde. Mit den Verkehrsproblemen beschäftigt sich der A7-Ausschuss. Der Bebauungsplan auf dem Deckel wird im Stadtplanungsausschuss Eimsbüttel behandelt. Die Einzelheiten, die später im Rahmen des Bebauungsplans auf dem Stellinger Deckel geschehen sollen, werden im Regionalausschuss beraten mit einer Beschlussempfehlung für die Bezirksversammlung.

Egal, wer was macht, der A7-Ausbau wird alle noch lange beschäftigen.

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