Sitzung des

Eimsbüttler Stadtplanungsausschusses

am 17.1.2012 mit Infos zum A7 Ausbau

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Am 17. Januar fand eine Sitzung des Eimsbüttler Stadtplanungsausschusses statt. Auf dieser Sitzung informierten Vertreter der BWVI (Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation) und der BSU (Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt) über den derzeitigen Sachstand der Planungen zum Ausbau der A7.

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Die Planänderungen für den Abschnitt Schnelsen sind nur geringfügig und können im laufenden Planfeststellungsverfahren aktualisiert werden. Es wird dafür keine extra Auslegung der Pläne und keinen weiteren Erörterungstermin geben. Es werden zusätzliche Durchlässe für Tiere unter der Autobahn eingebaut, die Lärmschutzwände werden an einigen Stellen verlängert und Naturnahe Einzäunungen mit Wildzäunen werden erstellt.

Die Planänderungen für den Abschnitt Stellingen sind umfangreicher. Deshalb wird es hier eine extra Auslegung der Planänderungen mit nachfolgendem Erörterungstermin geben. Angedacht dafür ist März und April 2012. Mit dem Planfeststellungsbeschluss wird danach im August 2012 gerechnet. Die genauen Termine werden noch bekannt gegeben.

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Die Informationen der BWVI und der BSU:

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Noch in diesem Jahr werden die Stützen der Langenfelder Brücke verstärkt. Beim Ausbau soll erst die Brücke mit der Richtungsfahrbahn nach Norden hin abgerissen und neu gebaut werden. Dafür wird der gesamte Verkehr auf die Richtungsfahrbahn nach Süden umgeleitet. Weil die Stützen der Brücke für die Belastungen von 6 Fahrstreifen mit Gegenverkehr nicht ausgelegt sind, müssen sie verstärkt werden. Rechts und links vom mittleren Pfeiler werden zusätzliche Stützen eingebaut. Das geschieht zwischen März und Dezember 2012. Der eigentliche Neubau der Brücke soll 2013 beginnen.

Unter dem Stellinger Deckel wird der Tunnel eine Höhe von 5,10 Meter haben (Durchfahrtshöhe 4,80 Meter). Dadurch kann auf eine Höhenkontrolle verzichtet werden. In den im Februar 2011 ausgelegten Plänen war diese Höhe des Stellinger Deckels schon berücksichtigt.

Wegen der Bewehrungen der Tunneldecke sind so genannte „Rucksäcke“ an beiden Seiten des Deckels notwendig. Diese „Rucksäcke“ ragen an der Oberkante des Deckels seitlich an beiden Seiten ca. 60-80 cm über die Deckelkante heraus.

Es wird noch ein Gutachten zum Baulärm des Stellinger Deckels geben. Während der Bauzeit ist der Theodor-Schäfer-Damm vom Wördemanns Weg aus wegen der Behelfsbrücke nicht mehr zu erreichen. Die Umleitung erfolgt über den Flamingoweg und eine Behelfsstraße direkt hinter der Druckerei. Der Lärmschutz für die Häuser im hinteren Teil des Flamingo- und Birkhahnwegs bleibt erhalten.

Während der 4-jährigen Bauzeit sollen keine Anschlussstellen der Autobahn gesperrt werden. Wegen der geänderten Verkehrsführung an der Kieler Straße in Stellingen werden die Signalanlagen (Ampeln) angepasst. Auf der Kieler Straße fahren täglich ca. 80.000 Fahrzeuge Richtung Norden nach Stellingen. Die nach links verlagerte Auffahrt zur A7 nach Norden muss durch den Gegenverkehr und ist deswegen nicht so leistungsfähig. Deswegen werden vom Eimsbüttler Marktplatz aus zwei Fahrstreifen zur Anschlussstelle Volkspark gelenkt. Dafür wird der Eimsbüttler Marktplatz vorher umgebaut.

Die Holsteiner Chaussee und Oldesloher Straße sollen noch Reserven für mögliche höhere Verkehrsbelastungen haben. Die Heidlohstraße wird teilweise zur Einbahnstraße.

Die Arbeitswege parallel zur Autobahn werden außerhalb der Arbeitszeiten für die Öffentlichkeit freigegeben. Die Überbrückung der Lücke über die Mühlenau wird den Bezirk ca. € 23.000 kosten, was aber vom Ausschuss einstimmig befürwortet wurde.

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Informationen der Projektleitung Deckelbebauung:

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Die Pläne für die Deckelgestaltung werden konkret erst nach dem Planfeststellungsverfahren für den Autobahnausbau weitergeführt. Bisher gab es einen Wettbewerbsentwurf, auf dessen Grundlage ein Funktionsplan und ein Bebauungsplanentwurf erstellt wurden. Die bisher bekannt gewordenen Details daraus stießen bei den Stellinger Anwohnern auf erhebliche Kritik. Es werden wahrscheinlich weniger als 60 Parzellen im Kleingartenverein auf dem Stellinger Deckel entstehen. Einige davon werden sich außerhalb des eigentlichen Deckels befinden.

Für die Entwicklungsflächen auf dem Deckel soll es außerdem noch einen Sondertermin für weitere Gespräche geben. Um einen realistischen Eindruck von den Kleingärten auf dem Deckel zu bekommen, werden in Altona 4 Mustergärten angelegt. Bei zwei Gärten wird die Erdschicht durch eine Betonplatte auf 120 cm begrenzt. Zum Vergleich werden 2 weitere ohne diese Begrenzung angelegt. Mit den Mustergärten wird 2012 begonnen, so das sie ab 2013 besichtigt werden können.

Die 120 cm hohe Deckschicht wird ohne extra Filterschichten erstellt, damit die volle Höhe für die Kleingärten zur Verfügung steht. Am Imbekstieg, Olloweg und Schopbachweg wird die Deckschicht am Rand nur 60 cm betragen und zur Mitte hin auf die volle Höhe ansteigen. Damit wird der Stellinger Deckel neben den Privatgrundstücken etwa 60 cm weniger über die Grundstücke herausragen.

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Am 27.2.2012 findet zudem eine weitere Informationsveranstaltung für die direkten Anwohner der A7 statt. Dazu wurden alle Anlieger, deren Grundstücke vom Autobahnausbau betroffenen sind, persönlich eingeladen. Da viele Gerüchte und Halbwahrheiten in Umlauf sind, sollten alle diese Gelegenheit wahrnehmen, um sich über den tatsächlichen Sachstand zu informieren.

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