Der Stellinger Hof

und die Handelskammer Hamburg

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Die Handelskammer Hamburg gab eine Dokumentation des Hamburger Forums Nahversorgung in der Metropolregion Hamburg vom Oktober 2007 heraus.

Die Dokumentation wurde 2009 gedruckt, enthält aber den Datenbestand von 2007, was aber kein Nachteil ist, da die Entwicklung der Nahversorgung sich in längeren Zeiträumen vollzieht.

In der Dokumentation wird die Entwicklung der Nahversorgung der letzten 100 Jahre mit den Zukunftsaussichten im Allgemeinen und auf den Seiten 18 bis 23 in der Nähe der Kieler Straße in Stellingen und Eidelstedt im Besonderen beschrieben.

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Als gelungenes Traditionelle Zentrum wird das Beispiel Langenfelder Damm angeführt.

Es umfasst die Gebäude zu beiden Seiten des Langenfelder Damms und erstreckt sich auf rund 700 Meter. Mit seinem vielfältigen Angebot an nahversorgungsrelevantem Einzelhandel und Dienstleistungen stellt der Langenfelder Damm ein relativ großes, vitales und stabiles Nahversorgungszentrum am Rande der Kieler Straße dar.

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Am Beispiel Baumacker und Langenfelde / Stellingen Süd (Linse) werden „geplante Nahversorgungszentren“ beschrieben.

Das Urteil: dieses geplante Zentren genügt heutigen Anforderungen an ein umfassendes Nahversorgungsangebot nicht, vor allem die ungenügende Erreichbarkeit für den Pkw-Verkehr ist negativ hervorzuheben.

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Ein Beispiel für sehr kleine Einzelhandelsagglomeration ist der S-Bahnhof Stellingen.

Es ist ein typisches Beispiel für eine Agglomeration an Knotenpunkten des ÖPNV. Es hat keine Bedeutung für die Versorgung der umliegenden Wohnbevölkerung, sondern ist im Wesentlichen für die Benutzer der öffentlichen Verkehrsmittel.

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Eine größere Einzelhandelsagglomeration auf einem Teilstück der Kieler Straße

vom Langenfelder Damm aus in Richtung Stellingen. Es hat eine sehr gute Erreichbarkeit mit Pkw und Bus. Dieser Teil der Kieler Straße ist ein Beispiel für eine autoorientierte Agglomeration von Einzelhandel außerhalb der vorhandenen Zentrenstruktur.

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Das Beispiel Stellinger Hof als „ungeplantes Zentrum“:

Die Agglomeration von Einzelhandels- und Dienstleistungsbetrieben des Stellinger Hofes liegt beidseitig der Kieler Straße, direkt neben der Güterumgehungsbahn und damit an der Grenze Stellingens zu Eidelstedt. Der Stellinger Hof verfügt über eine hervorragende Pkw-Anbindung mit einem hohen Maß an Durchgangsverkehr und gute Busanbindung. Es ist es im Räumlichen Leitbild der Stadt Hamburg (BSU(Hrsg.) (2007): Räumliches Leitbild, Entwurf. Hamburg) als Nahversorgungszentrum deklariert und kann somit auch als „ungeplantes Zentrum“ bezeichnet werden. Diese Agglomeration stellt mit ihrem vielfältigen Angebot an Einzelhandel und Dienstleistungen ein gutes Beispiel für den Bedeutungsgewinn von verkehrsgünstig gelegenen Standorten auch in städtebaulich nicht integrierten Lagen dar. Es sollte diskutiert werden, wie durch Standortumbau und Maßnahmen zur städtebaulichen Integration solche „ungeplante Zentren“zu städtebaulich-funktionalen Zentren werden können.

So weit die Auszüge aus der Dokumentation.

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Diese Dokumentation der Handelskammer sagt damit dem Stellinger Hof gute Entwicklungschancen nach,

die es zu Entwickeln gilt. Dieses „ungeplante Zentrum“ hat sich durch den Bedarf entwickelt und hat auch gute Zukunftsaussichten. Bei entsprechender Förderung und wenn keiner dieser Entwicklung Steine in den Weg legt könnte sich hier ein für alle vorteilhafter Standort ergeben.

Die Politik sollte sich die vorhandenen Erkenntnisse der Handelskammer Hamburg zu nutze machen und Entwicklungen zum Wohle der Bevölkerung, auch wenn nicht selbst angestoßen, so doch nach Kräften fördern. Leider ist das bisher nicht geschehen, eher das Gegenteil. Wegen der unsicheren und hemmenden politischen Planungen liegen im Stellinger Hof die vorhandenen Potenziale brach.

Die geplanten Zentren sind dagegen nur mit großem Aufwand und fraglichem Erfolg zu verbessern. Selbst die Erfolgsaussichten der Erweiterungspläne des Eidelstedt-Centers sind fraglich und werden von vielen abgelehnt.

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Die vollständige Dokumentation des Hamburger Forums Nahversorgung vom 27. Oktober 2007 kann

H I E R

heruntergeladen werden.

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